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„Heute ist alles Politik und hängt mit ihr zusammen, von
dem Leder an unserer Schuhsohle bis zum obersten Ziegel am
Dache, und der Rauch, der aus dem Schornstein steigt, ist
Politik und hängt in verfänglichen Wolken über Hütten und
Palästen, treibt hin und her über Städten und Dörfern.“
Gottfried Keller (Schweizer Dichter, 1819 bis 1890)
„Politik ist angewandte Liebe zum Leben.“
Hannah Arendt (Politologin und Philosophin, 1906 bis 1975)
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Es ist wahr: Politik beeinflusst sämtliche Lebensbereiche.
Auch wenn die Politik von der Kunst des Kompromisses lebt,
versuche ich in meiner landes- und kommunalpolitischen Arbeit
meine Grundsätze zu verfolgen.
- Grundlage meiner Arbeit ist das christliche Bild vom
Menschen und seiner unantastbaren Würde und davon ausgehend
die Orientierung an den Grundwerten Freiheit, Solidarität
und Gerechtigkeit. Nicht der Staat gewährt den Bürgern
Freiheit, sondern die Bürger gewähren dem Staat
Einschränkungen ihrer Freiheit.
- Die Freiheit des Menschen ist elementarer Grundwert.
Freiheit umfasst aber immer Rechte und Pflichten. Es ist
Aufgabe der Politik, den Menschen den notwendigen
Freiheitsraum zu sichern und sie für das Gemeinwesen in die
Pflicht zu nehmen.
- Das Zauberwort heißt Subsidiarität: Die Bürger regeln
ihre Angelegenheiten in Freiheit und Verantwortung selbst.
Bürgernähe statt Zentralismus, Subsidiarität und Solidarität
auf der untersten Ebene statt Bevormundung von höchster
Stelle sind Grundpfeiler einer guten Politik. Konkret: Was
der Einzelne leisten kann, muss er auch selbst leisten.
Freie Träger haben Vorrang vor dem Staat. Der Staat soll
erst dann tätig werden, wenn eine Aufgabe von den Menschen
selbst oder freien Trägern nicht ausreichend erfüllt werden
kann. Und zuletzt: Der Staat muss von unten nach oben
aufgebaut werden. Er muss seinen Aufbau so organisieren,
dass die jeweils unterstmögliche Ebene sich der Erfüllung
einer Aufgabe annimmt. Das ursprüngliche Recht liegt bei den
Städten und Gemeinden. Sie haben das Selbstverwaltungsrecht.
Von Alexis de Tocqueville (1805 bis 1859) stammt der Satz:
„Man beseitige die Stärke und die Freiheit der Gemeinde –
und man wird nur noch Verwaltungsobjekte und keine
Staatsbürger finden.“
- Ziel darf nicht plumpe Gleichmacherei, sondern muss die
Chancengesellschaft sein, in der die Bürger frei und sicher
leben. Die Chancengesellschaft steht auch für Respekt vor
Leistung und Erfolg in Schule, Ausbildung und Beruf.
- In einer Zeit epochaler Veränderungen sind der Einzelne
und die Gemeinschaft in besonderer Weise gefordert. Die
Gefährdung von Umwelt und Weltklima, die auch bei uns
spürbaren Folgen der Globalisierung, die neuen Anforderungen
der Wissensgesellschaft und der demographische Wandel sind
ganz besondere Herausforderungen. Die Zukunftsfähigkeit
unserer Gesellschaft hängt davon ab, dass Menschen
Verantwortung für andere übernehmen und dies als Ausdruck
ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Freiheit
verstehen.
- Primat der Politik muss es sein, gut für die Menschen zu
sein und nicht nur bei den Betroffenen gut anzukommen.
Erfolgreiche Politik ist nachhaltig und nicht lediglich
Gefälligkeitspolitik.
- Politik ist nur gerecht, wenn sie auch
generationengerecht ist: Unser Wohlstand der Gegenwart wird
mit immer neuen Hypotheken auf die Zukunft finanziert. Es
muss Schluss damit sein, dass wir auf Kosten der Zukunft und
zukünftiger Generationen leben. Freiheit umfasst nämlich
auch die Freiheit jeder Generation, ihre Angelegenheiten
selbst zu regeln. Jede Generation ist deshalb auch
verpflichtet, die Freiheitschancen der Nachgeboren zu
bewahren und nicht durch Verbindlichkeiten und Verbrauch zu
riskieren.
- Die soziale und ökologische Marktwirtschaft verbindet
die Interessen der Einzelnen mit den Interessen aller. Sie
ist die Wirtschaftsordnung, in der sich
Leistungsbereitschaft am besten entfalten kann und die
Grundlagen sozialer Gerechtigkeit und ökologischer
Verträglichkeit erwirtschaftet werden. Das
Verursacherprinzip führt zu effizienterem und effektiverem
Umweltschutz. Ziel ist ein Strukturwandel hin zu
nachhaltigen Formen des Wirtschaftens.
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